Wann / Quando:
04/11/2016 @ 18:00
2016-11-04T18:00:00+01:00
2016-11-04T18:30:00+01:00
Wo / Local:
Brasilianische Botschaft
Wallstraße 57
10179 Berlin
Germany
Eintritt / Entrada:
Eintritt frei: Um Anmeldung wird gebeten unter cultural.berlim@itamaraty.gov.br oder Tel. 030-72628 131.
Kontakt / Contato:
A Livraria

INFO

evento-berlin-brasilient-trifft-berlin-2016-Lesung mit Fernando Molica

Bild:  ©Promo

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PRÄSENTIERT:

Palestra 100 Anos de Samba com Fernando Molica

Glücklich derjenige, der zu leiden weiß – Hundert Jahre des Rhythmus, der am besten beschreibt, was Brasilien ausmacht.
Am 6. November 1916 registrierte der Komponist Donga in der Nationalbibliothek das Lied “Pelo telephone”, das in seiner Partitur als ein “karnevalistischer Samba” definiert ist. Es war das erste Mal, dass das Wort “Samba” – das schon Rhythmen in Afrika und Regionen Brasiliens bezeichnete – offiziell registriert wurde.
Ursprünglich eine spezifische Ausdrucksform von Schwarzen und auch mit Elementen wie Religion und Essen verbunden – sollte der Samba in den darauffolgenden Jahrzehnten das Ghetto durchbrechen und nach und nach in breiter Front in die Kulturen Rios und Brasiliens eingegliedert werden. Die Tatsache, dass Rio damals die Hauptstadt der Republik war, trug zur Verbreitung des Rhythmus bei, der als das brasilianischste, das typischste in verschiedenen Regionen des Landes angesehen werden sollte.
Die Entstehung der Keimzellen der ersten Sambaschulen Ende der 1920er Jahre verstärkte diese Bindung und auch den Prozess der Legitimierung des Samba. Die sambistas selbst gingen dazu über, den Samba als eine Art Integration in die weiße Gesellschaft anzusehen.
Trotz des in der brasilianischen Gesellschaft gegenwärtigen Rassismus, sind die Ausbreitung des Rhythmus und die wachsenden Aufführungen der Sambaschulen zum großen Teil Ergebnis dieser Integration. Es kam zu einem Aufeinandertreffen derer, die den Hügel (morro) hinabstiegen und denen, die ihn hinaufstiegen, dem Schlüsselstück bei der Bildung der brasilianischen Musik.
Aus diesem Aufeinandertreffen entstand der samba carioca (der Samba aus Rio) wie wir ihn kennen und der in Nelson Cavaquinho einen seiner größten Ausdrucksformen hat. Der Komponist ist Hauptbezugspunkt von Ricardo, dem Protagonisten im Roman “O ponto de partida” von Fernando Molica. (Quelle: Pressetext)
Die Veranstaltung wird von der Fundação Bliblioteca Nacional unterstützt

Ort: Brasilianische Botschaft in Berlin
Wallstraße 57, 10179 Berlin

04 November
18:00